My Wedding Story – Standesamt

Zwei Jahre Vorbereitung – eine lange Zeit. Ich habe darauf hingefiebert, war aufgeregt und habe mich einfach gefreut. Irgendwann war er dann da. Der Tag. Oder besser DAS Wochenende.

Begonnen hat alles mit unserer standesamtlichen Trauung am Freitag, den 26.05.17. Bereits ein halbes Jahr ist vergangen, aber ich erinnere mich immer noch an all die wunderbaren Momente, die dieser Tag mit sich brachte.

Für uns war der Gang vors Standesamt im Vorhinein mehr ein Pflichtakt, denn die eigentliche Hochzeit sahen wir in unserem Versprechen vor Gott in der Kirche.
Ich war also fest davon ausgegangen, dass es für mich kein übermäßig emotionales Ereignis werden würde. Natürlich wurde ich eines Besseren belehrt…

Am Morgen des 26. fuhr ich mit einer meiner Trauzeuginnen, meiner Schwiegermutter, meiner Tante und meiner Cousine zum Friseur nach Straubing. Ihr merkt schon, wir waren ein richtiges Mädelsgespann und hatten unglaublich Spaß.

Bei meiner Friseurin des Vertrauens, die auch am nächsten Tag die Mammutaufgabe hatte, mir meine Brautfrisur zu stecken, ließ ich es mir erstmal wirklich gut gehen. Wir stießen mit einem Sekt an (vielleicht auch der Grund warum ich so entspannt war?) und zusätzlich bekam ich noch eine Kopfmassage. Meine Haare wurden gewaschen und ich ließ mir leichte Locken eindrehen. Mit diesem perfekten „Nach-dem-Friseur“-Gefühl ging es dann wieder zurück nach Altholz, wo wir ein kleines Mittagessen im Schatten der Apfelbäume einnahmen.

Gestärkt machten wir uns danach auf den Weg zum Standesamt. Die Region um Deggendorf bietet einige wirklich schöne Örtlichkeiten für standesamtliche Hochzeiten, weswegen wir den kleinen Pavillon im Prälatengarten des Klosters Metten wählten. Wir gaben uns somit das Ja-Wort mit Blick auf die Kirche, wo wir bereits am nächsten Tag den kirchlichen Segen erhalten sollten.

Im Kreise der engsten Familie wurden wir dann am Freitagnachmittag vom Bürgermeister persönlich getraut. Aufgrund der Architektur des Pavillons, saßen wir mittig im Raum, während all unsere Lieben um uns herum waren. Das hat so eine wunderbare Atmosphäre der Liebe und Unterstützung erzeugt, dass mir bereits zu Anfang die Tränen kamen.

Standesamt - Detail

Wir gaben uns also das doch recht formelle Versprechen und ich unterschrieb das erste Mal mit meinem neuen Namen.

Ich werde oft gefragt, wie das für mich war. Ob es schwer war meinen Namen abzulegen. Natürlich war es im ersten Moment „komisch“ anders zu heißen. Ich glaube da geht es aber den Meisten, wenn nicht sogar allen frisch Vermählten genauso. Man hieß einfach bisher immer anders, da geht es nicht um den Namen an sich. Gleichzeitig war ich aber auch unglaublich stolz endlich voll und ganz Eins zu sein mit meinem Mann. Nicht nur im Herzen, sondern eben auch auf dem Papier und mit dem Namen verbunden. Mein bisheriger Name wird immer ein Teil von mir sein. Nicht die Buchstaben, sondern meine Familie. Meine Eltern, meine Geschwister und all die Menschen, die mich und mein bisheriges Leben geprägt haben und das weiter tun werden.

Standesamt - Antonia

Auch unsere Trauzeugen haben nach uns die Dokumente unterschrieben. Die Ringe tauschten wir jedoch nicht aus, vor dem Hintergrund, dass wir das erst am nächsten Tag in der Kirche machen wollten. Stattdessen richtete Klaus seine Worte an mich und überreichte mir stolz sein Geschenk. In meinem letzten Artikel der Wedding Story habe ich Euch ja schon erzählt, was ich für ihn ausgesucht habe. Mit seinem Geschenk aber vielmehr mit seinen Worten, hat er mich wirklich umgehauen und das war auch der Moment, wo meine Emotionen mit mir durchgegangen sind. Ich glaube, dass ich alle Anwesenden mit meiner Freude und auch mit meinen Tränen angesteckt habe, sodass wir uns nur Sekunden später in den Armen lagen.

Standesamt - Geschenk

Rückblickend würde ich sagen, dass eben die Vertrautheit dieses intimen Moments, den wir im Vergleich mit den restlichen Momenten unseres Hochzeitswochenendes, wirklich nur mit den für uns allerwichtigsten Menschen geteilt haben, unsere standesamtliche Trauung zu etwas so Besonderem gemacht hat.
Das Wetter war ein Traum und so nahmen wir die Gratulationen vor dem Pavillon entgegen.
Unser lieber Oberkellner, Walter, der ein enger persönlicher Freund von uns ist, kümmerte sich darum, dass wir im Anschluss an die Trauung gemeinsam anstoßen konnten. Damit war er auch einer der Ersten, der uns nach der Trauung gratulierte.
Das muss ich Euch so genau berichten, denn er hat uns auch ein große Überraschung bereitet.

Während wir alle im Prälatengarten inmitten der wunderbaren Kulisse feierten, kam auf einmal unsere kleine Clara herbeigestürmt. Sie war das Wochenende bei Walter und seiner Frau untergebracht und wollte uns natürlich auch beglückwünschen. Wie es der Zufall wollte, hatte sie an dem Tag auch noch ihren ersten Geburtstag und so war unsere Freude natürlich nochmal größer.

Standesamt - Clara

Wir machten noch ein paar Gruppenaufnahmen mit den neu zusammengeführten Familien, bevor wir dann gemeinsam in die Klosterkirche spazierten, um dort eine kleine Stellprobe mit den Blumenkindern durchzuführen.

Am gleichen Abend noch fand unser bayerischer Begrüßungsabend statt, aber davon berichte ich Euch beim nächsten Mal.

Mein Outfit


Dirndl: Gössl

Schürze: Josefine-Tracht

Bluse: Finest Trachten

Ohrringe: SchwesterSchwester

3 Kommentare zu „My Wedding Story – Standesamt

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